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Blick von der Startplattform in das Portal.

… Als ich die Augen wieder öffnete befand ich mich in einer anderen Welt. Ich konnte nicht unterscheiden, ob ich träumte oder wach war. Es gab keinen Laut, nicht einmal den meiner Schritte. Der Raum war nur erfüllt mit dem sich wiederholenden Klang einer Melodie. Ich fragte mich, ob ich hier wohl allein sei. Denn eines war sicher: dies wurde geschaffen, von irgendjemanden oder etwas, für einen bestimmten Zweck. Aber dieser Zweck erschloss sich mir noch nicht.
Treppe der Startplattform.

Es hatte alles etwas Unwirkliches, fast beängstigendes und doch faszinierte es mich. Diese Faszination weckte Neugierde, die gestillt werden wollte. Sie drängte mich geradezu weiter zu gehen und alle Ängste und Vorsicht fallen zu lassen. Die Technik, die hier angewandt wurde, war unserer auf jedem Fall voraus. So machte ich meinen ersten Schritt und wäre beinahe gestürzt. Ich hatte die kleine Treppe übersehen, die von der kleinen Plattform in diese oben offene Ebene führte.
Die "Sky Box" des Portals.

Mein Kopf wendete sich, mein Blick schweifte umher und versuchte das Ende, den Horizont dieses Raumes zu finden. Aber es gab kein Ende und es gab keinen Horizont. Dieser Raum gab mir das Gefühl in den molekularen Bereich eingetaucht zu sein. Ich kam mir vor wie ein Element, das in das Vorstellungsmodell eines kristallinen Gitters transformiert wurde. Das unendlich Kleine und das unendlich Große; es war sehr relativ geworden.
Ein Blick oberhalb des Hauptganges.

Ich wand mich wieder der Ebene zu und warf einen Blick nach oben. Ein Energiestrom strömte weit und lautlos über mir. Es leuchtete wie ein Sternenschwarm.
Die Skulpturen auf den Isolatoren … woher kannte ich die bloß? Ich hatte sie schon mal gesehen. Es war fast wie ein Déjà-vu. Ja, da fiel es mir ein, ein Cover von 1972, Hawkwind „DOREMI FASOL LATIDO“. Jetzt war ich mir fast sicher, das Ding zwischen meinen Ohren spielt mir einen üblen Streich.
Ein Hologramm.

Zu versuchen aufzuwachen oder diese Welt weiter erforschen? Was tun? Ich entschied mich für Letzteres. Links von mir stand eine Art Schild. Als ich meine Hand ausstreckte, griff ich direkt hindurch. Es war nur ein Hologramm, nur eine Illusion. Mal sehen, dachte ich, was noch alles nur Illusion in dieser Illusion ist. Und so schritt ich hindurch und wieder zurück und wieder hindurch.
Kein Hologramm, ein Elevator.

Neben dem Schild stand ein hoher Kasten, sah aus wie ein Elevator, Fahrstuhl. Ich wollte voll Speed hindurch schreiten. Arrrgg… Aua. Manchmal kommen einem wirklich dumme Ideen. Das war kein Hologramm, wie meine Beule am Kopf bezeugte. Und der Schmerz dieser Beule bezeugte, das war alles keine Illusion. Vielleicht hätte ich mir ab da Gedanken machen sollen, wie ich hier wieder weg komme. Machte ich aber nicht, sondern ich sah mich weiter um.
Elevator mit offenen Türen.

Auf der gegenüber liegenden Seite war noch so ein Ding. Allerdings mit geöffneter Tür. Sah wirklich wie ein Fahrstuhl aus. Merkwürdiger Weise schien das Bedienfeld nur Knöpfe für obere Stockwerke zu haben. Über dem Fahrstuhl war aber nichts. Ich beschloss diesen Fahrstuhl lieber erstmal nicht auszuprobieren. Und schlenderte erstmal weiter.
Ein Stein oder Meteorit.

Am Ende des mittleren Ganges stand ein heller Würfel. Über diesem Würfel schwebte ein Stein, vielleicht war es auch ein Meteorit. Könnte auch ein Hologramm gewesen sein. Ich wollte es lieber nicht ausprobieren, meine Hand danach auszustrecken. Irgendetwas schien diesen Stein oder Meteoriten schweben zu lassen, denn der Würfel strahlte irgendwelche Partikel aus. War schön anzusehen und dabei beließ ich es dann auch und wendete mich nach links.
Noch ein Hologramm!?

Dort leuchtete etwas. Es sah dem ersten Hologramm sehr ähnlich. Langsam näherte ich mich. Ja, es sah wirklich so aus; stand nur etwas anderes drauf. „Zur Galerie – Brainstorming“ Galerie, Gehirnsturm!? Ok, damit glaubte ich, mich auszukennen. Zwischen meinen Ohren zog es auch oft. Vorsichtig steckte ich meine linke Hand rein und zog sie wieder zurück. Dann das Gleiche mit der Rechten. War wirklich ein Hologramm. Aber durchgehen? Lieber nicht, dahinter war nämlich nichts mehr.
Ein Objekt

Mir das „Nichts“ hinter dem Hologramm anzusehen, hob ich mir für später auf. Ich folgte erstmal der Wand bis in die Ecke und warf einen Blick Richtung Geländer, also in Richtung der, ich nenne sie mal Startplattform. Mhh…? Seltsame Dinge lagen hier rum. Sah von weitem fast aus wie ein Eisenträger. Ich wollte mir auch das mal ansehen.
Ein großes Eisenträger-Objekt

Oha, das Ding war riesig. Es war massiv und es war schwer, es ließ sich keinen Millimeter verrücken. Und es sah tatsächlich wie ein Eisenträger aus. Ein Eisenträger, der in der Mitte zwei Mal gebrochen war und mit dem einen Ende auf einem Granitklotz lag. Es stellte sich mir unwillkürlich die Frage: „Ein Unfall oder Kunst?“ Auf jeden Fall war es eine willkommene Gelegenheit, sich mal kurz zu setzen (und Rostflecken an die Hose zu bekommen :-( ).
Die gegenüber liegende Seite

Von meinem provisorischen Rastplatz aus entdeckte ich auf der gegenüber liegenden Seite etwas. Es sah von weitem aus wie eine Trafostation oder so etwas. Oben waren zwei Kugeln - die mussten riesig sein – zwischen denen sich unregelmäßig Blitze entluden. Das wollte ich mir mal etwas näher ansehen. Hier schien eh nicht mehr so viel zu sein, außer Pfeiler. Ich ging also rüber.
Unbekannte Maschinen.

Als ich ankam und über das Geländer schaute, staunte ich nicht schlecht. Es war ein wirklich riesiger Apparat. Die Funktion? Ich hatte nicht die geringste Ahnung. Es scheint hier ein wirklich verlassener Ort zu sein. Wie lange wohl schon? Und wer hatte es geschaffen? Aber ich schloss durch die humaniden Schriftzüge auf den Hologrammen nicht terrestrische Lebensformen aus. Oder waren vielleicht die Erbauer die, die uns diese Zeichen irgendwann mal lehrten?
Nebelbänke

Ich kam mir vor, wie auf einem verlassenen Bahnhof oder Flughafen auf dem schon lange kein Zug mehr fuhr. Der darauf wartete, dass er sich wieder mit Leben füllen konnte. Mag auch sein, dass die Intervalle der Ankunftszeiten nicht Stunden, Tage, Jahre oder Jahrzehnte sind, sondern Jahrhunderte oder noch länger dauerten.
Aber, wenn es sich tatsächlich um so etwas wie ein Terminal handelt, musste es auch von hier weiter gehen. Ich beschloss mir die Hologramme erst noch einmal etwas genauer anzusehen.
Under construction - Das erste Hologramm.

Aha, „Upps..“, das erste Fremdwort. Heißt bestimmt so etwas wie „Achtung“. Dann „IN BEARBEITUNG“, aha, also noch nicht fertig. Doch eine Art Flughafen? Vielleicht sogar in Berlin? Egal, ich las weiter. „Das 3D Portal ist noch im Aufbau und wird nach und nach wachsen.“ So so, wenn jetzt noch irgendwo „BER“ steht, dann… „Das Portal stellt spielerisch die unter Leistungen aufgeführten Punkte dar“ Mhh, da fehlen zwei Kommas. „Versuchen Sie sich, als Servicetechniker und Freelancer durchzukämpfen. Viel Spaß“ Was sollte mir das jetzt sagen? Es handelt sich hier augenscheinlich um einen extraterrestrischen Vergnügungspark. Und die Aufzüge sind wahrscheinlich keine Aufzüge, sondern verkappte Kassenhäuschen. Aber sich als Servicetechniker oder Freelancer zu vergnügen… das musste ein Flop werden. Kein Wunder, dass es dort so leer war.
Der Weg zum VR Solar System

Auf dem Weg zum nächsten Hologramm lag dummerweise dieser Elevator „Virtual room solar system“. Eigentlich wollte ich ihn ignorieren und für später aufheben, aber… Er saugte mich buchstäblich an. Und ehe ich mich versah, hatte ich alle Bedenken fallen lassen und betrat dieses Ungetüm. Tja und dann war es auch schon zu spät. Die Türen schlossen sich und ich hatte keine Ahnung, was mir blühte. Fortsetzung: Seite 2 „Virtual Room: Solar system“